17. Transparenz statt Greenwashing – Wie die EmpCo-Richtlinie die Nachhaltigkeitskommunikation verändert

Shownotes

Moderation: Thomas Splett, Effizienz-Agentur NRW

Welche Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen dürfen Unternehmen künftig noch machen? Und wie lässt sich glaubwürdig über nachhaltige Produkte und Leistungen kommunizieren? Mit der Umsetzung der europäischen EmpCo-Richtlinie ändern sich die Anforderungen an Nachhaltigkeitsaussagen. Die neue Folge des Podcasts „Ressourcen schonen. Zirkulär wirtschaften.“ der Effizienz-Agentur NRW (efa) zeigt, was die Regelungen für Unternehmen bedeuten und wie eine transparente Nachhaltigkeitskommunikation gelingen kann.

Die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) soll Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen schützen und Greenwashing erschweren. Ab dem 27. September 2026 gelten die Regelungen in Deutschland verbindlich. Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen müssen dann insbesondere konkret, nachvollziehbar und belegbar sein.

In der aktuellen Podcastfolge diskutieren Rechtsanwältin Christine Vock und Jessika Kunsleben, Projektkoordinatorin und Themenverantwortliche „Handel & Konsum“ bei der efa, die wichtigsten Fragen rund um die neuen Anforderungen. Vock berät nationale und internationale Unternehmen unter anderem im Gewerblichen Rechtsschutz sowie im Handels-, Vertriebs- und Gesellschaftsrecht.

Im Gespräch geht es darum, welche Nachhaltigkeitsaussagen rechtlich kritisch sein können, welche Nachweise Unternehmen benötigen und wie sich rechtssichere und zugleich glaubwürdige Kommunikation gestalten lässt.

„Die neuen Regelungen verändern die Anforderungen an die Kommunikation von Unternehmen deutlich. Allgemeine Aussagen wie ‚umweltfreundlich‘ oder ‚nachhaltig‘ können schnell problematisch werden, wenn sie nicht ausreichend belegt und konkretisiert sind“, erklärt Jessika Kunsleben. „Für Unternehmen bedeutet das auch: Nachhaltigkeit muss nicht nur umgesetzt, sondern transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden.“

Die EmpCo-Richtlinie ist Teil des europäischen „Green Deals“ und soll eine nachhaltigere Produktpolitik unterstützen. Für Unternehmen bedeutet sie damit nicht nur neue rechtliche Anforderungen, sondern bietet zugleich die Chance, Nachhaltigkeitsleistungen klarer und glaubwürdiger zu vermitteln.

Mehr Infos zum efa-Themenfeld „Ressourcenschonung“ findet Ihr hier: https://www.efa.nrw/unsere-themen/ressourcenschonung

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Transkript anzeigen

00:00:02: Ressourcenschonen, zirkulär

00:00:04: Wirtschaften.

00:00:05: Der Podcast der Effizienzagentur NRW.

00:00:11: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, ressourcenschonend zirkulaire Wirtschaften!

00:00:18: Ab dem siebenundzwanzigsten September gelten in Deutschland neue Vorgaben für Nachhaltigkeitsaussagen.

00:00:24: mit der Umsetzung der europäischen MCO-Richtlinie die Kurzform für Empowering Consumers for the Green Transition dürfen Unternehmen Umwelt- und Nachhaltigkeitsversprechen künftig nur noch dann verwenden, wenn sie konkret nachvollziehbar und belegbar sind.

00:00:40: Die neuen Vorgaben sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern besser vor ihre führenden Umweltversprechend schützen und Greenwashing erschweren.

00:00:48: Gleichzeitig stellen Sie viele Unternehmen vor neue Herausforderungen – was darf künftig noch kommuniziert werden?

00:00:55: Welche Aussagen sind rechtlich problematisch und wie lässt sich glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation gestalten?

00:01:02: Darüber spreche ich heute mit zwei Gästen, die ihre Perspektiven auf das Thema mitbringen.

00:01:07: Ich begrüße Rechtsanwältin Christine Fock.

00:01:10: Sie berät nationale und internationale Unternehmen insbesondere im gewerblichen Rechtsschutz sowie Handels-, Vertriebs- und Gesellschaftsrecht.

00:01:19: Außerdem ist Jessica Kunstleben, Projektkoordinatorin und Themenverantwortliche Handel- und Konsum bei der EVM Studio.

00:01:26: Sie begleitet Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung Ressourcenschunder und zirkulärer Prozesse und Produkte – und kennt die Herausforderungen aus der Praxis!

00:01:34: Ich freue mich sehr euch heute hier im Studio begrüßen zu dürfen.

00:01:38: Christine schön dass du da bist.

00:01:41: stelle dich bitte kurz vor.

00:01:43: und was die Schwerpunkte deiner Arbeit sind.

00:01:45: Ja, auch von mir.

00:01:46: vielen Dank dass ich heute hier sein darf.

00:01:48: Ich freue mich sehr auf unseren interdisziplinären Austausch!

00:01:51: Ich bin Rechtsanwältin, arbeite im Wirtschaftsrecht und berate Unternehmen bei deren operativen Geschäftstätigkeiten.

00:01:58: dabei kommt auch viel Werbung vor wo wir einfach eine Risikoreinschätzung machen.

00:02:02: das geht gar nicht so sehr darum zu sagen was alles verboten ist sondern wie wir eine Werbung aufsetzen können, dass sie möglichst risikoarm ist.

00:02:10: Meistens geht es nicht ganz ohne rechtliches Risiko jedenfalls nicht wenn die Werbung ansprechen und schön untergreifend sein soll.

00:02:16: aber das ist neben der vertraglichen Arbeit, die wir natürlich auch immer haben ein großer Schwerpunkt meiner Tätigkeit.

00:02:23: Queenwashing ist ja derzeit in aller Munde.

00:02:26: was verstehst du darunter?

00:02:27: Und warum beschäftigt das Thema Unternehmen aktuell so stark?

00:02:32: Greenwashing ist einfach ein Thema, was die Bevölkerung gerade oder unsere Gesellschaft gerade betrifft in den täglichen Nachrichten.

00:02:40: Es kommt vom Umweltschutz, es kommen von der Nachhaltigkeit und jeder ist bemüht dieses auch umzusetzen und seinen Beitrag dazu zu leisten.

00:02:46: Von daher ist das bei uns im Kopf.

00:02:49: Und ja greenwashing is eigentlich dass die Unternehmen natürlich aufsetzen wollen diese Emotionen, diese Bedürfnisse nach Umweltschafts- und Nachhaltigkeitsaufgreifen möchten, zu bewerben, oft eben auch mit allgemeinen Begriffen von denen wir keine Kriterien kennen.

00:03:08: und das ist nicht immer ganz richtig wenn man das Produkt hinterher genau betrachtet.

00:03:11: Und das versteht man dann unter Greenwashing die Verwendung eines allgemeinem Begriffs der vielleicht hinterher nicht all die Versprechungen erfüllt, die man sich darunter vorstellt.

00:03:20: Jetzt verbindet man ja oft sozusagen schwarze Schafe auch mit der Thematik.

00:03:25: aber ist das eine Falle wo auch Unternehmen reintappen können, die eigentlich wirklich schöne Produkte machen und einfach ihre Nachhaltigkeit nach draußen tragen wollen?

00:03:33: Ja, auf alle Fälle.

00:03:35: Jeder möchte es ja schnell oder möchte die Umweltbotschaft seines Produktes ja schnell vermitteln.

00:03:41: Das ist auch im Ansatz gar nicht falsch und ich würde das auch nicht als schwarze Schaf bezeichnen sondern einfach den Bedürfnis, dass Unternehmen auch im Umweltschutz in der Nachhaltigkeit in sozialen Aspekten, die auch Thema der MQ sind zu präsentieren.

00:03:57: Dies gelingt nicht immer mit den Werbebotschaffenden, die heute sehr schnelllebig sind werden müssen, um die Menschen auch einfach zu erreichen.

00:04:06: Also auf die MQ geben wir jetzt gleich noch genauer ein.

00:04:08: Ich gucke jetzt gerade mal Richtung Jessica.

00:04:10: Jessica du berätst für die Eva sowohl Produktionsunternehmen als auch den Handel?

00:04:15: Begegnet dir das Thema Queenwashing oft in deiner Beratungspraxis?

00:04:19: Gibt es da einfach Fragen von Unternehmen, die auch an dich herangetragen werden?

00:04:22: Ja was wird zunehmend feststellen ist dass die Herausforderung häufig gar nicht darin liegt, dass die Unternehmen keine Nachhaltigkeitsaktivitäten haben sondern dass die Schwierigkeit darin die notwendigen Informationen in Unternehmen auch zusammenzuführen.

00:04:35: Die Datenlinien an unterschiedlichen Systemen und unterschiedliche Abteilungen, ich habe unterschiedliche Lieferantendaten, die fehlen mal oder die beruhen vielleicht auf unterschiedlichen Bilanzierungsansätzen und nicht jede Kennzahl, die intern zum Beispiel für das Nachhaltigkeitsmanagement sinnvoll ist, eignet sich dann auch automatisch als Grundlage für eine externe Aussage.

00:04:54: Und die Fragen der Unternehmen werden deshalb zunehmend konkreter.

00:04:57: also welche Daten brauchen wir eigentlich um... Aussage belastbar treffen zu können.

00:05:02: Welche Informationen benötigen wir aus der Lieferkette?

00:05:05: Wie stellen wir auch sicher, dass die Daten über einen unterschiedlichen Zeitraum überhaupt vergleichbar ist?

00:05:11: und dahinter steht dann sehr schnell eine methodische Frage nämlich welche Systemgrenze liegt denn dem ganzen zugrunde was es mein eigener Referenz wert und bezieht sich eine Verbesserung auf einzelne Prozesse auf den Produkt auf den gesamten Standort?

00:05:25: und genau aus dem Punkt wird sagen wir mal vermeintlich einfachen Kommunikationsfrage sehr schnell.

00:05:32: Eine Daten- und Methodenfrage, gerade weil ja auch eine Nachhaltigkeitsleistung nie eindimensional ist.

00:05:38: Ich habe ein Produkt das kann beim Materialeinsatz besser abschneiden gleichzeitig aber vielleicht in der Wirkungskategorie Nachteile haben.

00:05:46: problematisch wird dann die Kommunikation dann wenn aus einer Verbesserung von einem einzelnen Parameter eine positive Gesamtbewertung abgeleitet wird.

00:05:56: Christine, du hattest EMCO jetzt gerade schon erwähnt.

00:05:59: Sozusagen Butter bei die Fische.

00:06:00: was bedeutet denn EMCO Richtlinie die Ende September in Krafttritt für die Unternehmen?

00:06:06: Welche Ziele verfolgt sie und warum ist es dann aus Sicht des Gesetzgebers überhaupt notwendig eine Neuregelung auf dem Weg zu bringen oder besser gesagt die Umsetzung zu bringen?

00:06:16: Ja, es wird eine Neuregelung in die Umsetzung gebracht.

00:06:19: Das hat viele Aspekte.

00:06:20: das Hauptziel des Ganzen ist erst mal den Verbraucher mit den notwendigen Informationen zu versorgen dass er auch kritisch eine Entscheidung treffen kann ob ein Produkt aus seiner Sicht für seine Zwecke nachhaltig ist oder auch nicht.

00:06:33: man möchte also die Informationsgebung verbessern dabei ein hohes Verbraucherschutzniveau halten.

00:06:43: obere Ziel der wettbewerbsrechtlichen Gesetzgebung in der EU und die EMCO-Richtlinie.

00:06:48: Die Idee dazu gibt es schon sehr lange, sie ist eigentlich schon im Jahr zwanzig vierundzwanzig in Kraft getreten hat aber noch nicht die einzelnen Wirtschaftsakteure in den einzelnen Ländern verpflichtet sondern erst mal die Länder selbst.

00:06:58: Und da wir in Deutschland eine Rechtsprechung haben, die das Wettbewerbsrecht im Grunde formt.

00:07:03: Haben wir die Auswirkungen dazu schon in der Rechtsprechungsgesehn?

00:07:06: In Deutschland sind die allgemeinen Umweltaussagen, die die EMCO verbietet wie umweltfreundlich nachhaltig schon verboten wenn sie nicht durch die Kriterien zu dieser Bewertung führen gestützt werden und die Kriterien eben auch kommuniziert werden.

00:07:22: Das kennen wir schon aus der Rechtsprechung, das wird jetzt eben auch ein deutsches Gesetz von den deutschen Unternehmen beachtet werden muss.

00:07:30: Deutschland gab es diese Tendenz in der Rechtsprechung eigentlich schon lange.

00:07:35: In den anderen Mitgliedstaaten noch nicht so stark, wenn das Wettbewerbsrecht von einer Rechtsprechungen geprägt war.

00:07:41: Von daher gab es da Unterschiede in den Staaten und die M-Kurrichtlinie ist im Grunde dazu erlassen worden dieses Ganze zu vereinheitlichen dass man gleiche Bedingungen auf dem europäischen Markt bekommt.

00:07:52: Man war es im Grunde den Verbraucherschutz stärkt, vor allen Dingen aber auch die Nachhaltigkeit.

00:07:55: Denn wenn ich nur in Deutschland strenge Vorschriften habe kann in den anderen Mitgliedstaaten eben etwas ein nicht so nachhaltiges Produkt gut verkauft werden und hier möchte man für den Umweltschutz der ganzen EU auch einheitliche Regelungen schaffen.

00:08:09: Das bedeutet also dass wir eigentlich in Deutschland schon durch nationales Rechthosstandards haben an die die Unternehmen ja gewöhnt sind.

00:08:18: Gibt es denn aus, ich sag mal deiner Praxiserfahrung heraus trotzdem Missverständnisse wenn's um die MQ-Richtlinie geht bei den Unternehmen hier?

00:08:28: Es gibt vor allen Dingen große Unsicherheiten.

00:08:30: wir wissen gar nicht ob... Das, was zum Beispiel der Nachhaltigkeitssiegel ist.

00:08:35: Ob das in allen Mitgliedstaaten gleich bewertet wird?

00:08:38: Wir in Deutschland haben große Probleme damit zu sagen wer zertifiziert uns das?

00:08:42: was darf ich benutzen was darf nicht benutzen?

00:08:44: wir kennen gar keine staatlich zertifiierten nachhaltigkeit Siegel wie die MQ sie vorsieht und wie sie sie in manchen anderen Staaten bestimmt auch gibt.

00:08:51: Das sind Dinge, die müssen wir erst für uns klären.

00:08:54: Die hat auch der Gesetzgeber noch gar nicht für uns geklärt weil wir einfach in Deutschland ein System haben wo die Wirtschaft auch Selbststandardsetz durch Branchenverbände, durch Handelsverbände auch, die für sich schon auf bestimmte Richtlinien schon bestimmte Standards festgelegt haben und diese werden nun hoffentlich quasi wie in einer Selbstverwaltung sich etablieren.

00:09:16: Wo das hinführt, ist für uns alle spannend.

00:09:19: Das Schöne an der Sache ist wir können es alle

00:09:20: mitgestalten.".

00:09:21: Ich gucke jetzt mal noch einmal Richtung Jessica aus Sicht der Unternehmen.

00:09:26: Der Punkt ist hervorgehend, dass wir sind sozusagen in einem europäischen Markt Und viele Unternehmen, die auch Produkte herstellen, kriegen Waren, die verpackt sind und woanders hergestellt worden sind oder ihre Produkte wiederum woanders hinschicken möchten.

00:09:41: Ist das etwas was mit solchen Richtlinien wie die Christine da gerade gesagt hat eher schwieriger dann wird?

00:09:47: Weil man gar nicht genau weiß, wie sich das jetzt ändert bei den anderen europäischen Partnern?

00:09:51: Ja, na klar!

00:09:53: Sind das Fragen, wo die Unternehmen auf dich zukommen?

00:09:57: Eher nicht also... die Unternehmen in einer eigenen Rechtsabteilung haben.

00:10:01: Die arbeiten natürlich nicht erst seit gestern dran, also M-Kurs ja nur ein Beispiel des Globalisierung auch den Rechtsrahmen erfasst.

00:10:10: Dass sagen wir mal.

00:10:11: für große Konzerne ist das jetzt einfach eine weitere Rechtsnormen, die umgesetzt werden muss und größere Konzerner, die eine eigene Juristerei haben sind die Anwälte in der Schule schon eine weile Länge daran, das zu machen.

00:10:26: Schwierig wird es eher bei so mittelständischen Unternehmen oder kleine Unternehmen, die dann eben Rechtsberatung immer nur sich ins Boot holen.

00:10:35: Wenn's akut ist und das Thema Akut ist dann meistens ein Problem weil man denn vielleicht eher später mitbekommt dass die MCO jetzt doch mal relevant wird und schlimme Konsequenzen haben kann wenn man sich nicht daran hält.

00:10:49: Und da gilt es natürlich zu sensibilisieren.

00:10:54: Wenn wir das im Beratungsgespräch oder in der Öffentlichkeitsarbeit oder einer Veranstaltung mitbekommen, dass da jemand noch nicht sensibilisiert für dieses Thema ist, dann sprechen wir das an.

00:11:03: Aber am Ende braucht es natürlich die Profis wie Christine.

00:11:07: Deswegen Christine du arbeitest ja sozusagen auch mit Unternehmen zusammen, die zum Beispiel Werbung für ihre Produkte machen möchten.

00:11:15: Welche Werbaussagen geraten denn künftig besonders in den Fokus?

00:11:19: Auch rechtlich betrachtet!

00:11:21: Rechtlich betrachtet sind es immer allgemeine Aussagen.

00:11:24: Das gilt noch nicht mehr beschränkt auf den Umweltschutz oder auf die Nachhaltigkeit, oder die Fairness der Herstellung, die Lieferketten.

00:11:31: wie auch immer.

00:11:32: dieses Thema soziale Standards ist ja auch von der EMCO sogar umfasst.

00:11:36: Es geht eigentlich um alle irreführenden Aussagen.

00:11:39: das haben wir auch schon durch viele Gesetzesänderungen in der Vergangenheit gesehen dass diese irreführenden Aussagen in den Fokus geraten und wir müssen davon weg.

00:11:48: Gerade im Social Media Bereich, im schnelllebigen Bereich wo Verbraucher wirklich nur vorübergehend angesprochen werden die Werbung auf allgemeine Begriffe zu fokussieren sondern dazu hin zu erklären welche Kriterien zur der Bewertung des bestimmten Produkts oder eben zu der Werbebewertung geführt haben.

00:12:06: das ist die Herausforderung an die Unternehmen dieses künftig mit einzubeziehen, dieses ganz konkret aber ganz klar und kurz darzustellen?

00:12:16: Wir hatten ja gerade schon also kurz genau.

00:12:18: Also wenn ich jetzt einfach nur nachhaltig umweltfreundlich oder grün auf meinen Produkt druck ist das vermutlich dann nicht mehr der beste Weg vor allem wenn man sich erläutert warum es der Fall ist.

00:12:27: Jessica du hattest das gerade schon mal gesagt mit der mit der Medaillentransparenz auch innerhalb der Unternehmen Wenn Unternehmen ihre Nachhaltigkeitserfolge kommunizieren wollen Sollen sie ja auch, weil das ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor in der Wirtschaft.

00:12:42: Wo siehst du da die größten Herausforderungen?

00:12:44: Das hast du eigentlich schon gesagt mit den Daten.

00:12:45: aber wie kann denn zum Beispiel die EFA wenn ich jetzt an CO-Emissionen zum Beispiel denke da konkrete Unterstützung leisten?

00:12:53: also einmal auf die erste Frage Ich glaube die größte Herausforderung liegt in der Übersetzung von der Nachhaltigkeitsarbeit in eine gute Kommunikation.

00:13:01: Die Unternehmen haben natürlich in der Regel Wenn Sie nicht allzu klein sind unterschiedliche Abteilungen und Eine Abteilung folgt immer in einer ganz eigenen Logik.

00:13:10: In der Produktion geht es ja darum, dass die Prozesse technisch sicher sind und wirtschaftlich gestaltet sind.

00:13:16: Hier werden auch konkrete Verbesserungen überhaupt umgesetzt.

00:13:19: Der Einkauf wiederum muss neben den Nachhaltigkeitsanforderungen ja auch immer auf die Verfügbarkeit gucken, auf die Qualität und die Kosten.

00:13:26: Und natürlich auch zunehmend auf die Transparenz in der Lieferkette, die muss ja auch im Blick behalten.

00:13:30: Das Nachhaltiggkeitsmanagement wiederum, muss natürlich diese sehr verschiedenen unterschiedlichen Informationen wiederum zusammenführen und auch bewerten und auch Entwicklung messbar machen mit belastbaren Kennzahlen hinterlegen das es hier entsprechende Maßnahmen geben kann.

00:13:45: muss dann wiederum sicherstellen, dass die Informationen und auch die Nachweise verlässlich sind und nachvollziehbar sind.

00:13:51: Und dann kommt das Marketing.

00:13:53: Die müssen diese ganzen fachlichen unterschiedlichen Kompetenzen zu einer Botschaft zusammenführen, die verständlich ist, relevant oder möglichst kurz ist – aber trotzdem immer noch richtig!

00:14:07: Und da wird es natürlich schwierig und genau darin liegt auch die eigentliche Herausforderung eben diese unterschiedlichen Logiken zusammenzuführen, ohne dass auf dem Weg dahin eine tatsächliche Leistungen zur Kommunikation das da wesentliche Informationen verloren gehen oder dass ich eine Aussage verkürze.

00:14:23: Und dadurch die Bedeutung vielleicht erhöhe also, dass man da auf dem korrekten Weg bleibt.

00:14:29: Das ist gerade wenn unterschiedliche Abteilungen zusammenarbeiten gar nicht so einfach.

00:14:33: Je größer das Unternehmen ist, je größer der Konzern ist umso weniger weiß ich eigentlich was die Linke oder Recht da Hand macht.

00:14:39: also da brauche auch ein gute Kommunikationswege innerhalb des Unternehmens.

00:14:43: Das heißt wenn zum Beispiel ein Unternehmen sagt wir haben aus unserem Materialeinsatz in diesem Prozess gegenüber dem Jahr zwei tausend fünfzehn achtzehn Prozent reduziert.

00:14:52: darf ich kommunikativ und es hat ja auch Christine schon gesagt daraus machen, ja das ist jetzt besonders ressourcenschonend oder dass es sogar nachhaltig wenn ich eben diese Aussage nicht belegen kann.

00:15:05: Ich will nochmal kurz das Thema CO² zurückstellen.

00:15:08: Ich habe schon gesehen Christine du wolltest was sagen dazu?

00:15:10: Ja, das Thema die wesentlichen Eigenschaften eines Produkts oder die wesentlichen Informationen, die die Unternehmen bereitstellen müssen stehen immer in dem Spannungsfeld.

00:15:18: Was gebe ich als Unternehmen auch überhaupt Preis?

00:15:21: Das sind ja schon große Anforderungen zu sagen.

00:15:23: Ich muss die ganzen Informationen für die Nachhaltigkeit stehen preisgeben.

00:15:28: was muss ich von meiner Lieferkette preis geben?

00:15:31: was muss sich davon preisgeben wie ich das Produkt überhaupt hergestellt habe?

00:15:34: das sind teilweise auch Geschäftsgeheimnisse teilweise Produktvorteile die man eben nicht in jedem Detailpreis geben möchte, um sie auch für sich vielleicht mal nutzen zu können.

00:15:45: In diesem Spannungsfeld stehen die Unternehmen natürlich enorm und das ist sicher auch ein Grund warum sich Unternehmen gerne auf die allgemeinen Begriffe beschränken, die ja gerade in der Gesellschaft so viel Aufmerksamkeit bekommen.

00:16:00: Wenn ich mal kurz auf deinen Arbeitsalltag eingehen darf, wie tief tauchst du dann ein in solche Zahlen von denen die Jessica jetzt gerade gerät hat um zu kontrollieren ob Aussagen richtig oder falsch sind?

00:16:10: In meiner eigenen Bewertung kann bewerten, in dem Sinne ob sich für das Unternehmen rausgegeben werden können oder ob es eine sozusagen geheime Information ist.

00:16:21: Ob es besser ist sie zurückzuhalten.

00:16:23: Meine Aufgabe ist da einfach die Aspekte zusammenzuführen und auch zu besprechen.

00:16:28: ich kann eigentlich aus meiner eigenen Bewertung heraus keine Werbung komplett im Risiko bewerten.

00:16:33: Es bedarf immer des Austausches mit den verschiedenen Fachabteilungen mit der Marketing Abteilung mit der Entwicklungsabteilung Die mir sagen diese Informationen können wir bis zu einem bestimmten Grad raus geben.

00:16:43: wird sie für uns sensibel?

00:16:45: oder auch eine Marketingabteilung, die sagt ich habe die und die Daten, die ich preisgeben darf.

00:16:50: Was muss sich davon preis geben?

00:16:51: Es ist zu viel!

00:16:52: Und in diesen Spannungsfeldern muss man versuchen zu vermitteln und versuchen eine Werbung hinzubekommen, die möglichst risikoarm ist das heißt alle notwendigen Informationen enthält aber auch nicht soviel um nicht im Grunde der Errungenschaft des Unternehmens zu gefährden.

00:17:09: Das ist aber auch ein spannender Bereich.

00:17:10: Also wenn man zwischen den Werbetreibenden, die natürlich gerne auf die klare Botschaft sitzen oder auf das Schlagwort und den Unternehmen zu vermitteln – die natürlich auch, ich sag mal, Firmengeheimnis sind was wir gerade gesagt haben, wenn nicht jede Produkt- Geheimnis bekannt geben, da auch moderierend tätig zu sein?

00:17:27: Ja

00:17:27: ja es löst immer Staunen auf beiden Seiten aus.

00:17:30: Wenn ich sage was rechtlich geht oder auch nicht geht dann sind die Gesprächspartner sehr schockiert und wenn ich sehe was für Informationen dahinter stehen die Unternehmen reingesetzt haben, um Produkte zu entwickeln.

00:17:42: Kann ich verstehen das nicht alles preisgegeben werden soll?

00:17:44: Dass man daraus auch erst mal den Return haben möchte.

00:17:48: Jessica du wolltest was sagen!

00:17:49: Ich sehe deinen Finger.

00:17:52: Ja ich wollte noch genau da auch ansetzen.

00:17:55: also Das ist jetzt kein Begriff, der sich schon etabliert hat.

00:17:58: Aber so eine Art Claim Evidence Fit.

00:18:01: Also trägt der vorhandene Nachweis tatsächlich genau die Aussage, die ich nach außen treffe?

00:18:07: Das ist eine Frage, die sich Unternehmen immer stellen müssen und dass sie auch wirklich mit ihrer Nachhaltigkeitskommunikation eben nicht erst in der Marketingabteilung anfangen sondern wirklich schon in der Datenerhebung.

00:18:17: dann wird das Leben auch ein bisschen einfacher auch wenn es erstmal zum Teil ne harte Umstellung ist.

00:18:22: Ich würde jetzt trotzdem noch mal kurz auf das Thema CO² zurückkommen, weil es ein Thema ist wo wir auch konkrete Unterstützung mit dem EcoCockpit leisten.

00:18:29: Viele Unternehmen arbeiten ja intensiv daran ihre Emissions zu reduzieren.

00:18:33: also wie können sie solche Fortschritte auch mithilfe der Daten die Sie bei EcoCcockpit gewinnen nach draußen tragen?

00:18:39: Also bei Emissionsreduktion reicht Eine Prozense alleine natürlich noch nicht.

00:18:44: Entscheint das immer die Bezugsgröße?

00:18:45: Also sind die absoluten Emissiones, Unternehmensgesunken oder lediglich die Emission pro produzierten Stück?

00:18:52: Welche Scopes sind berücksichtigt worden.

00:18:54: hat sich die Bilanzierungsgrenze gegenüber dem Basisjahr verändert oder beruhen Veränderungen tatsächlich auf Reduktionsmaßnahmen oder beispielsweise nur auf einer veränderten Produktionsmenge?

00:19:05: Gerade deshalb ist es auch wichtig, nicht nur das Ergebnis zu kommunizieren sondern auch den methodischen Rahmen wirklich transparent zu machen.

00:19:12: Eine Aussage wie fünfzehn Prozent weniger Trepphausgasemission ist ohne eine Bezugsgröße natürlich zunächst wenig aussagekräftig.

00:19:20: erst wenn klar ist gegenüber welchem Basisjahr innerhalb welcher Bilanzgrenze und bezogen worauf diese Reduktion erreicht wurde kann ich dass dann auch wirklich einordnen, diese Aussage.

00:19:31: Trotzdem dürfen Unternehmen natürlich immer über ihre Fortschritte sprechen und sollen das auch.

00:19:36: Obwohl sie noch nicht am Ziel sind ist es wichtig seine Aktivitäten zu kommunizieren.

00:19:42: Entscheidend ist einfach nur dass ich Transparenz unterscheide zwischen einem erreichten Fortsschritt und einem weitgehenden Ziel, das ich gerade habe und verfolge und das entsprechend klar kommuniziere.

00:19:54: Wenn du jetzt auf die Beratungspraxis guckst gibt es da E-Verbeispiele, also Unternehmen die etwas besonders gut gemacht haben in Richtung Nachhaltigkeitskommunikation.

00:20:06: Ich würde weniger die gesamte Nachhaltigkeitskommunikation eines Unternehmens als gelungen... oder weniger gelungen bewerten.

00:20:13: Was man aus der Beratungspraxis immer zeigen kann, sind zum Beispiel Unternehmen bei denen konkrete betriebliche Veränderung mit belastbaren Daten hinterlegt werden können.

00:20:23: Gutes Beispiel ist z.B die Eisengießerei Busch.

00:20:25: Dort wurde im Rahmen der Berätung unter anderem mit dem EcoCockpit gearbeitet und das eingesetzte Rohreisen wurde als wesentlicher Emissionstreiber im Skrupp drei identifiziert.

00:20:36: Das Unternehmen hat daraufhin unter anderem die Bearbeitung stärker in die eigene Fertigung integriert und eine neue hochautomatisierte Fertigungslinie aufgebaut.

00:20:47: Wirkung kann ich sehr konkret quantifizieren, jährlich werden viertausend sechshundertfünfzig Tonnen Eisen-Guss eingespart, sechs Komma zwei Millionen Kilowattstunden Energie und zehntausend vierhundertneunundseitig Tonnen CO²-Equivalente eingespart.

00:21:01: also ich habe richtig zahlende Datenfakten.

00:21:04: Wichtig ist dabei aber auch trotzdem immer die Abgrenzung.

00:21:07: Eine Treibhausgasbilanzierung, egal ob mit einem Eco-Pockpit oder mit einem anderen Tool macht eine darauf aufbauende Nachhaltigkeitsaussage nicht automatisch rechtssicher oder emkokonformen.

00:21:19: sie liefert eben zunächst eine fachliche Datengrundlage welche konkrete Aussagesicht darauf für die externe Kommunikation wiederum ableisten lässt es dann davon getrennt zu betrachten.

00:21:30: und gegebenfalls natürlich eine rechtlich zugrufende Frage

00:21:34: Christine, helfen solche Beispiele oder vielleicht auch Nachhaltigkeitsbericht den Unternehmen vielleicht auch freiwillig einfach erstellt.

00:21:43: Auch bei der Bewertung von bestimmten Aussagen?

00:21:46: Sie helfen bei der Bewährtung auf alle Fälle.

00:21:48: Sie helfen nicht unbedingt daraus direkt eine Werbung zu machen.

00:21:53: Die Werbung mit den Zahlen würde jetzt den Verbraucher nicht weiterbringen.

00:21:57: er kann die Zahlen selber nicht bewerten.

00:21:59: wenn das Unternehmen daraus aber eine Bewertungen erstellt und die zum Beispiel bei einem Prüfinstitut mitangebt oder sich mal extern bestätigen lässt, dass das eben eine positive, gute Klimabilanz ist.

00:22:11: Mit dieser externen Bestätigung zusammen kann man das wiederum sehr gut in der Werbung verkaufen auch plakativ und sehr verständlich.

00:22:18: Gucken wir nochmal auf Begriffe?

00:22:19: Wir hatten z.B.

00:22:20: das Thema klimaneutrales entfiederlei Munde.

00:22:23: was hier immer schwierig zu fassen ist wenn ich mit den Ingenieuren bei uns im Hause rede ist immer klimaneutral kriegt man irgendwie nicht wirklich hin.

00:22:30: also Wie siehst du, dass?

00:22:33: solche Begriffe werden jetzt auch noch strenger geregelt?

00:22:36: Oder andersrum.

00:22:37: Was ist denn eine Aussage, die ein Unternehmen z.B.

00:22:39: treffen könnte, die auch MCO gemäß wäre wenn sie dieses Ziel anstrebt zum Beispiel klimaneutrat zu werden?

00:22:46: Man könnte zum Beispiel sagen, dass man das Ziel hat, klimaneutral zu werden und die Zahlen dafür zu unterlegen.

00:22:50: oder einfach die Bewertung, die ein Externer abgibt.

00:22:53: Die eine Sachverständige externe abgib.

00:22:56: Einer der vertrauenswürdig ist für diese Bewertungen.

00:22:59: Der sagt diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Unternehmen klimaneutral ist dann kann man dieses verwerten.

00:23:04: den Begriff ohne weiteren Bezug sollte man nicht benutzen weil es dem Verbraucher nicht die Informationen dazu gibt.

00:23:09: Es fehlt eben die fachliche Bewerting.

00:23:13: Ein Produkt selber kann man ohnehin eigentlich nicht als klimaneutral bezeichnen, denn die Produktion von Produkten ist nun mal nicht klimaneutral.

00:23:20: Man kann nur darstellen den Prozess in das Unternehmen geht, die Klimaneutralität oder eine Verbesserung des Klimaausstoßes CO-Zweiausstoß und woran auch immer es die Klimaneutralität liegen mag zu erreichen.

00:23:34: Jessica du hast auch viel mit Handel zu tun wo ja auch solche Begrifflichkeiten genutzt werden oder versucht werden, sozusagen auch das eigene Tun etwas grüner darzustellen.

00:23:46: Wie siehst du das denn da?

00:23:48: Erst mal bin ich sehr dankbar dass Christine das auch nochmal erwähnt, dass ein Unternehmen überhaupt gar nicht klimaneutral sein kann.

00:23:54: also hier ist es wirklich wichtig, dass man in der Kommunikation sehr sauber zwischen tatsächlicher Emissionsreduktion und Kompensation unterscheidet.

00:24:03: wenn Unternehmen seinen Energiebedarf reduziert im Prozess umstellt Materialbedingte Emissionen senkt, verändert das natürlich tatsächlich die Emission innerhalb der betrachteten Wertschöpfung.

00:24:13: Aber der Erwerb wiederum von Kompensationszertifikaten ist natürlich methodisch.

00:24:19: was ganz anderes da sind wir uns einig.

00:24:22: zum Thema Handeln.

00:24:23: Das war die Frage

00:24:24: ja inwieweit sozusagen solche Aussagen oder mit denen der handel hier auch gerne wirbt vielleicht nicht klimaneutral, aber grün etc.

00:24:33: Das Fragen sind die dir jetzt auch begegnen wie sie das vielleicht anders in ihrer Kommunikation nutzen möchten?

00:24:38: Ja also der Handel produziert natürlich in seiner Wertschöpfung anders als produzierende Unternehmen und der Handels ist auch sehr gut schon darauf vorbereitet in meiner Wahrnehmung.

00:24:53: Die haben schon sehr lange im Voraus ihre Aufkleber bestellt, um bestimmte Kleblänzchen zu überkleben oder so.

00:24:58: Um erst mal zu gucken wie es geht.

00:25:01: natürlich haben sie auch das gleiche Problem wie alle anderen.

00:25:03: Es gibt jetzt natürlich noch keine Rechtsprechung für bestimmte einzelne Fälle.

00:25:09: also... Oder?

00:25:11: Jein!

00:25:13: Rechtsprechung zu bestimmten Aspekten.

00:25:15: Zum Beispiel zum klimafreundlichen Versand, der dadurch entstehen soll dass manche Versender, manche Transportunternehmen eben E-Autos einsetzen.

00:25:23: Das geht auch nur wenn man damit eine signifikante Reduktion von CO² in dem ganzen Prozess nachweisen kann.

00:25:32: Oder man muss sagen, auf welchem Aspekt sich die Behauptung der CO-Zwei Kompensation der Klimaneutralität was auch immer verwendet wird bezieht.

00:25:41: also man müsste sagen unser Transport von einem Ort zum anderen von A nach B ganz bestimmt wird durch ein E-Auto absolviert und dadurch haben wir einen bestimmten Prozentsatz an Einsparungen von CO.

00:25:53: zwei das ist aber zu kompliziert.

00:25:56: Also da ist man noch sehr oft der Suche nach schlagkräftigen Darstellungen.

00:26:01: Die Handelsunternehmen sind ja auch sehr erst mal mit ihren Verpackungen jetzt beschäftigt, wenn sie alleine aus Gründen der Marke entsprechende Grünenfarmen drin haben oder Kleblätter oder anderes.

00:26:12: Da wird sich darauf vorbereitet.

00:26:13: also manche wählen tatsächlich erstmal den Aufkleber um sicher zu gehen.

00:26:17: die anderen denken über Zertifizierung nach und prüfen in den einzelnen europäischen Mitgliedstaaten ob eine Zertifikierung reicht oder nicht.

00:26:25: Also es ist nicht gerade einfacher Prozess für die Unternehmen, wenn sie in ihren eigenen Ländern, in denen sie aktiv sind erstmal natürlich prüfen müssen.

00:26:35: Ob so ein Zertifikat reicht oder nicht.

00:26:38: und da gibt es unterschiedliche Varianten wie man's lösen kann oder versucht ist zu lösen.

00:26:44: So richtig rechtssicher sind Sie natürlich alle noch nicht geht ja auch nicht noch nicht aber es ist ein großes Feld.

00:26:53: Man könnte aber schon sagen, dass wir im leichten Schiff haben sozusagen von der plakativen Werbeausage doch mehr hin zu mehr Transparenz auch wie bestimmte Aussagen entstehen und diese dann eben auch gekonnt zu kommunizieren.

00:27:10: Würden ihr beide mir dazustimmen?

00:27:12: Ja.

00:27:13: Das ist ein gutes Jahr!

00:27:15: Damit können wir arbeiten.

00:27:17: Ich will noch mal einen Blick werfen auf das Thema Nachhaltigkeitssiegel, hat es das vorhin Christine kurz angesprochen gehabt dass sich da auch zukünftig einiges ändern wird, dass auch strenger gehandelt werden wird.

00:27:28: Werden wir in der nächsten Zeit sozusagen auch ein Sterben von bestimmten Siegeln sehen?

00:27:34: Da gehe ich ganz fest davon aus, weil sich viele Unternehmen auch einfach ihre eigenen Siegel erstellt haben.

00:27:39: Man könnte sagen gebastelt haben aber sie haben sich ihre eigenen Standards gesetzt.

00:27:43: meistens entsprechen die Siegeln diesen Standards sonst wäre es auch wieder Wettbewerbswidrig.

00:27:47: das wird aber sterben weil die einfach nicht staatlich zertifiziert sind.

00:27:52: wir haben von der EMCO also im Grunde von Europa die Vorgabe, dass sie staatlich zertifiziert oder einer anerkannten Zertifizierungsstelle bestätigt werden müssen.

00:28:01: Dieses gibt es so in Deutschland noch nicht.

00:28:03: Es gibt auch keine europaweit einheitliche Zertifikierung, wo jedenfalls nicht in vielen Bereichen.

00:28:09: Das gibt einige wenige das ist zum Beispiel der blaue Engel, das gibt einen Bio-Zeichen wird in ganz Europa genutzt und ist für ganz Europa standardisiert.

00:28:18: vor allem aber in vielen bereichen haben wir das einfach noch nicht.

00:28:21: ich denke da würde es viele Entwicklungen geben Und viele Unternehmen müssen auf ihre eigenen Bewertungsmaßstäbe, die sie mit einem Siegel versehen haben einfach verzichten.

00:28:30: Das ist eine riesen Umstellung.

00:28:32: Es ist auch die Frage wie man diesen Verzicht kompensiert?

00:28:35: Jetzt muss irgendwo neu standardisiert zertifiziert werden.

00:28:38: Man möchte sich irgendwo neu natürlich mit einem eher doch plakativen Zeichen darstellen dem ein gewisses Güteverständnis auch unterliegt und da wird es viel Wandel geben vor allen Dingen.

00:28:51: Und das ist für die Verbraucher, für die sicher die gesteigerte Transparenz ein großer Vorteil ist dass sie Produkte besser vergleichen können insofern der Nachteil als die Produkte wahrscheinlich teurer werden denn die Zertifizierung werden Geld kosten.

00:29:04: man wird wahrscheinlich Lizenzen dafür bezahlen müssen das es zu erwarten.

00:29:09: Jessica sind das Fragestellungen die du auch im Beratungsalltag bei den Unternehmen mitbekommst?

00:29:15: Ja Natürlich, also auf der einen Seite wie Christine schon sagte die Transparenz ist ein Thema weil ja auch anders mit den Verbraucherinnen kommuniziert werden muss.

00:29:27: Weil Ziel kann ja nicht sein dass man Verbraucherin mit Daten überfrachtet.

00:29:31: das führt ja am Ende auch Nicht zu allzu viel.

00:29:34: Es geht also vielmehr darum, eine gute Informationsarchitektur zu integrieren.

00:29:39: Also ich muss eine zentrale Aussage verständlich halten.

00:29:43: Gleichzeitig muss aber auch die Bezugsgröße rein Die Methodik Der Nachweis muss nachvollziehbar gestaltet sein.

00:29:51: Das heißt nicht jede Information muss also in dem Claim stehen und sollte bitte auch nicht, aber die Informationen, die zur Einordnung dieses Claims erforderlich sind wiederum.

00:29:59: Die müssen natürlich nachvollziehbar und vor allem leicht zugänglich sein.

00:30:03: Wie man das wiederum dann in seiner Geschäftspraktik auf den Produkten etc.

00:30:07: platziert ist natürlich auch eine Frage wie das zu lösen ist.

00:30:12: Christine, glaubst du, dass wir vielleicht in ein paar Jahren als Verbraucher jetzt ins Regal greifen?

00:30:19: Vielleicht nicht mehr so einen Dschungel an Logos und Begrifflichkeiten drauf haben werden.

00:30:25: Und wie als Verbaucher wirklich vielleicht mehr Transparenz und Verständnis für die Produkte, die wir da kaufen?

00:30:30: Dass wir nicht mehr viele Logos sehen, dass es diesen Dschungen nicht mehr gibt, da glaube ich... ganz stark dran.

00:30:35: Das ist ja auch Ziel der MCO und ich glaube, das kann oder wird auch umgesetzt werden.

00:30:40: einfach durch dieses Verbot was jetzt erstmal für die Unternehmen hart ist aber vielleicht auch eine Chance die Produkte dann für den Verbraucher vergleichbarer zu machen so dass die wirklich nachhaltige Produkte herstellen sich auch entsprechend einfacher platzieren können als dasjenige was jetzt vielleicht ein wenig übertrieben dargestellt wurde.

00:30:59: Ich denke schon Für die Unternehmen wird es aber eine große Umstellung sein.

00:31:05: Welche Fehler sollten Unternehmen denn jetzt unbedingt vermeiden, wenn sie gerade dabei sind zum Beispiel in ne neue Kampagne aufzusetzen oder ihr Produkt nach vorne zu bringen?

00:31:14: Ja

00:31:14: also... Wenn man von der MCO Kenntnis hat und im Hinterkopf hat dass es diese gibt kann man eigentlich gar nicht so viele Fehler machen wenn man versucht die Regeln halbwegs einzuhalten.

00:31:27: wir haben ja noch nicht die Spielregeln in allen Einzelheiten von der Rechtsprechung definiert bekommen.

00:31:33: In Deutschland zumindest ist es ja so, dass die Rechtsprechungen dann hinterher doch mal ein bisschen nachjustieren und ich denke, die Unternehmen werden jetzt einfach ausprobieren wo die Grenzen liegen.

00:31:41: wie viele Informationen muss sich auf das Produkt selber geben?

00:31:44: reicht einen Link?

00:31:45: Muss ich einen QR-Code setzen?

00:31:46: Wie groß muss der sein?

00:31:48: Solche Fragen werden jetzt in nächster Zeit einfach durch die Rechtsbrechung geklärt werden Und Ich glaube, dass dir Unternehmen da auch vielleicht kreative Lösungen finden.

00:31:56: damit umzugehen sehe das jedenfalls als große Herausforderung an Unternehmen.

00:32:01: Der größte Fehler, den Unternehmen machen können ist einfach nur nicht zu machen oder nicht zu reagieren.

00:32:06: Ansonsten können wir einfach auch als Verbraucher aber auch im Wirtschaftsumfeld gespannt sein was es für Neuerungen geben wird und es werden nicht alle schlecht sein.

00:32:14: Auch wenn jetzt viele erstmal lästig und vielleicht auch treuer sind und wir in manchen Punkten vielleicht auch Verbesserungsbedarf nach Besserungs bedarf sehen denke ich doch dass dies uns weiter nach vorne bringen kann.

00:32:27: Ja Du hattest ja eben angesprochen, dass die eine oder andere Rechtsprechung jetzt noch erfolgen muss.

00:32:32: Wie würdest du da den Zeitrahmen einschätzen?

00:32:40: Also beim Wettbewerbsrecht haben wir eigentlich auch die ganz schnellen Verfahren, die wir in wenigen Wochen durchkriegen.

00:32:45: Vielleicht könnten wir erste Tendenzen der Rechtsprechung auch schon Ende dieses Jahres bekommen, denn ich rechne einfach damit dass viele Unternehmen gucken werden was das andere Unternehmen macht und da wo es dem ein Unternehmen zu weit geht vielleicht mal eine Abmahnung kommt oder einfach eine rechtliche Auseinandersetzung, die vielleicht auch im einen oder anderen Fall einmal vor Gericht landet.

00:33:04: so dass wir erste.

00:33:06: Diese vorläufigen Verfahren sind aber noch nicht rechtskräftig.

00:33:09: Ich denke auch, dass die dann weitergeführt werden durch die Instanzen und dass wir da in zwei bis drei Jahren so erste belastbare Ergebnisse haben im Form von unanfechtbaren Urteilen.

00:33:21: Kann man denn jetzt schon ungefähr eine Aussage machen, wenn es ein Unternehmen komplett MQ ignoriert?

00:33:25: Welche rechtlichen Konsequenzen drohen?

00:33:28: Ich denke, dass viele Handels- und Verbraucherverbände darauf achten werden.

00:33:32: Dass die Unternehmen es auch machen bzw sich Unternehmen, die nicht auf die MQ-Achten rauspicken werden – wir haben ja ein privatrechtliches Sanktionssystem eigentlich in Deutschland.

00:33:42: also es geht darum, dass die Unternehmen sich gegenseitig kontrollieren um das man dann Abmahnungen rausschickt wo Konkurrenten oder eben diese Wirtschaftsverbande, Verbraucherverbände Unterlassung fordern können Dann muss das Unternehmen eben eine Maßnahme unterlassen.

00:33:57: Das tut noch nicht so weh, aber wenn man hinterher Auskunft verlangt in welchem Umfang sie diese Maßnahme getätigt haben weitere Informationen haben will um letztlich Schadensersatz zu berechnen.

00:34:08: Das ist dann schon empfindlich für die Unternehmen, die das nicht beachten und auch nicht zu empfehlen vor allen Dingen.

00:34:13: Aber Wenn das publik wird gibt es auch ein image schaden für das Unternehmen die sicherlich vermieden werden kann.

00:34:18: also Es wird so oder so teuer.

00:34:20: Christine wir hatten ja überhaupt über das Thema jetzt gerade mit großen Unternehmen, die natürlich Rechtsabteilungen haben etc.

00:34:28: Aber wir haben ja viel auch bei unserem Beratungsalltag mit kleinen und mittleren Unternehmen zu tun, die ich sage mal eher vielleicht auch sporadisch dann Wissen einkaufen auf ein rechtlicher und juristischer Seite.

00:34:41: Wie sollen die denn jetzt am besten damit umgehen?

00:34:43: Mit dieser Entwicklung

00:34:44: Ich sag mal mittelständischen Unternehmen?

00:34:46: Wir haben natürlich schon ihre Prüfvorgänge in den Unternehmen.

00:34:50: Es kommt entweder eine Geschäftsführung oder die Marketingabteilungen mit Einzelfragen auf uns zu, die immer als erstes auftauchen.

00:34:57: Zum Beispiel haben sie Überverbände oder auch in Zeitungen wir ja immer erfahren dass es die EMCO gibt.

00:35:01: Haben sich das selber im Internet schon mal angeschaut und stoßen dann auf ganz praktische Fragen.

00:35:07: Ich habe ein Siegel, das habe ich mir selber ausgedacht.

00:35:10: darf ich das weiter benutzen?

00:35:12: Diese Frage beantwortet man und meist kommen dann Folgefragen.

00:35:14: Das Siegel ist aber auf den Verpackungen, muss ich meine Verpackung wegschmeißen?

00:35:18: Und da kommen wir dann auch schon zu den wirtschaftlich relevanteren Fragen, denn die Verpacking werden auch von mittelständischen Betrieben natürlich oft im Großpark eingekauft.

00:35:28: Eines meiner Unternehmen, die ich betreue, hatten Verpackgungen im Wert von Millionen Euro im Grunde eingekauft und mussten Verpacklungen im Wert über eine halbe Million Euro wegschmaßen Einfach, weil da Zeichen darauf waren die jetzt nicht mehr verwendet werden konnten.

00:35:44: Das war ein Unternehmen was sich gut an die Gesetze hält und was auch aufmerksam ist.

00:35:49: Die Misere ist eigentlich das Nachträglich im Mitte August noch Übergangsvorschriften eingeführt wurden nachträglich zur Gesetzgebung.

00:35:57: Die Verpackungen waren aber schon umgestellt.

00:36:00: Das heißt, da gab es Reibungsschwierigkeiten.

00:36:02: Es gab auch Thematiken.

00:36:04: die sind nicht im Sinne der EMCO.

00:36:06: Es sollte natürlich gerade nicht so viel weggeschmissen werden und das ist nachträglich korrigiert worden für manche zu spät.

00:36:12: Die, die spät dran sind mit der Umsetzung der EMCO haben jetzt im Grunde dadurch noch einen kleinen Vorteil.

00:36:17: aber solche Übergangsschwierigkeiten gibt es sie.

00:36:20: Unternehmen müssen dann damit klarkommen.

00:36:22: Für manche ist es an einer oder anderen Stelle ein bisschen schmerzhaft.

00:36:27: Die Beratungspraxis ist eben zum Zeitpunkt der Anfrage, das Recht dann anzuwenden.

00:36:32: Voraussehen können wir es nicht erwarten würde ich dass zb noch bei den Nachhaltigkeitssiegeln so ein bisschen korrigierende Rechtsprechung dazukommt denn viele sind auch einfach als Marken geschützt was ja auch ein Wertgegstand eines Unternehmens ist und wirtschaft gut was man im Grunde nicht so einfach abschaffen kann.

00:36:50: Vielleicht wird da noch mal überlegt werden.

00:36:51: Wissen tun wir es nicht, aber ich wäre jetzt vorsichtig die Marken alle schon ad-acta zu legen.

00:36:56: Vielleicht gibt es Übergangsvorschriften vielleicht gibt es auch günstige Zertifizierungsmöglichkeiten dass man die Nutzung wieder legal macht.

00:37:03: das ist alles sehr im Fluss und von daher ist es immer ratenswert dran zu bleiben und sich gegenseitig auszutauschen was wir dann auch durch Informationen an die Unternehmen die wir betreuen versuchen abzudecken

00:37:17: Heißt also konkret auch, eine Richtlinie ist nicht in Stein gehauen.

00:37:20: Sondern es wird Änderungen geben.

00:37:22: Konkret absehbar.

00:37:24: bei der MQ-Richtlinie sind da schon neue Punkte, wo Anpassung vermutlich noch anstehen werden zeitlich?

00:37:34: Bei der EMCO-Richtlinie kann ich das jetzt selber nicht so absehen.

00:37:37: Vermute ist eigentlich in keinem Punkt, aber in der Rechtssetzung die die EMCO Richtlinie eben ein deutsches Recht umsetzt.

00:37:43: also da ist auch glaube ich der deutsche Gesetzgeber gefordert, der es mit den Übergangsfristen ja schon getan hat.

00:37:49: Das sind dann noch oft keine neuen Gesetze sondern das sind dann konkretisierende Verordnungen wo man offiziell etwas klar stellt oder etwas näher bestimmt zum Beispiel die Verpackungsumstellung näher wo dann noch Konkretisierungen reinkommen, die vielleicht auch durchaus eine Änderung der ersten Wahrnehmung der Richtlinie oder deutschen Gesetzgebung begründen.

00:38:13: Wenn jetzt ein mittelständisches Unternehmen – ich gucke jetzt nochmal Richtung Jessica – auf dich zukommt und dich bezügt der MQ-Richtlinie anspricht?

00:38:22: Wie können wir überhaupt Unterstützung bieten?

00:38:25: oder was kann es aus unseren Beratungsangeboten ziehen, was dann vielleicht auch Richtung Kommunikation wichtig wäre?

00:38:32: Also ich denke, die ersten wichtigen Schritte gerade für jemanden der sich vielleicht noch nicht so sehr mit dem MQ beschäftigt hat wie es hätte vielleicht sein sollen zu diesem Zeitpunkt des Jahres.

00:38:42: August XXVI wäre erst mal eine Bestandsaufnahme.

00:38:45: also welche Nachhaltigkeits-, welche Umweltaussagen werden verwendet auf der Website?

00:38:50: Auf der Verpackung in Social Media, in Broschüren und Produktinformation damit man erstmal ein Katalog hat und ne Übersicht wo ist ne potenzielle Gefahr gibt, dass es eben nicht endguckkonform ist.

00:39:03: Dann als zweites würde ich einmal für die wesentlichen Aussagen dann eine Art wie schon von sagte Claim to Evidence Logik aufbauen.

00:39:11: also welche konkreten Aussagen werden getroffen?

00:39:14: Auf welchem Gegenstand?

00:39:16: Auf welche Systemgrenze bezieht sich das?

00:39:19: Welche Kennzahl liegt im ganzen zugrunde?

00:39:21: Welches Baujahr?

00:39:22: Welcher Vergleichmaßstab wurde verwendet?

00:39:25: Wo liegt der belastbare Nachweis?

00:39:27: also wirklich zu gucken pro Aussage gibt es ein Fit mit einem Nachweis.

00:39:32: Und drittens würde ich dann einen klaren internen Freigabeprozess etablieren, also festlegen?

00:39:38: wer liefert die fachlichen Daten?

00:39:40: Wer prüft die methodische Belastbarkeit?

00:39:43: Wer bewertet gebenfalls direchtliche Zulässigkeit?

00:39:46: Wer gibt eine Aussage am Ende für die Kommunikation frei?

00:39:50: Einfach damit das ganze Thema Nachhaltigkeitskommunikation weg von der Marketing-Abteilung zum Schluss kommen sondern wirklich Anfang an zum strukturierten Unternehmensprozess gehört und man zumindest für die Zukunft gut aufgestellt ist.

00:40:03: Ich muss ja nicht nur zurückgucken, was ich gerade an Aussagen tätige sondern auch in die Zukunft gucken unter dem Prozess schlanker zu gestalten.

00:40:11: Unser Beitrag als E-Verbiederung liegt letztendlich darin, aus Nachhaltigkeitsambitionen von Unternehmen auch wirklich messbare betriebliche Veränderungen zu machen.

00:40:20: Also wir schauen nicht nur darauf ob ein Unternehmen überhaupt das Potenzialheit Ressourcen einzusparen also Material-, Energie-, Wasser-Ausschuss sondern wo im Prozess die relevanten Potenziale liegen und mit welchen Maßnahmen man sie heben kann und wie sich die Wirkung anschließend auch quantifizieren lässt.

00:40:39: Beim Klimaschutz können Unternehmen beispielsweise, wie wir das vorhin schon angesprochen haben mit dem Eco-Cockpit ihre Treibhausgasemissionen bilanzieren.

00:40:48: Sie können gucken was sind eigentlich die Emissionstreiber im Unternehmen und darauf aufbauend eben auch gezielte Reduktionsmaßnahmen entwickeln.

00:40:55: Ähnlich gehen wir natürlich bei dem Thema Ressourceneffizienz & Circular Design vor.

00:41:00: Das heißt wir analysieren wo relevante Stoff- und Energieflöse liegen welche Ressoursenpotenziale bestehen unter welchen Stellen verändern an Prozessen, an Produkten oder auch an ganzen Geschäftsmodellen tatsächlich ihre Wirkung entfalten können.

00:41:14: Damit entsteht eigentlich die Substanz auf deren Grundlage dann überhaupt glaubwürdig kommuniziert werden kann nach außen.

00:41:22: Die rechtliche Bewertung wiederum und konkreten Claims gehört natürlich in juristische Hände.

00:41:30: Du rätst Unternehmen sozusagen?

00:41:31: Wenn Sie mit uns was erfolgreich umgesetzt haben, Mittel und Langfrist in ihre Kommunikation einfließen zu lassen.

00:41:38: Immer!

00:41:38: Sehr gut.

00:41:40: Christine, jetzt hat man ja schon gesagt die MCO ist Ende September sozusagen in Kraft sollte doch ein Unternehmen bei dir auflaufen mit einer Kampagne.

00:41:49: Welche drei Maßnahmen würdest du denn empfehlen bei dieser Kommunikations um diese MCO-Richtlinie auch zu erfüllen?

00:41:55: Ich würde... Wie Jessica schon sagte, empfehlen den Status quo erst mal festzustellen.

00:42:00: Wo ist meine Unternehmenskommunikation und welche Daten habe ich in meiner Kommunikationskampagne?

00:42:04: Meine Werbung, was auch immer Ich habe einfließen lassen.

00:42:07: Ich würde auch ganz dringend raten das versuche ich auch selber immer im Beratungsprozess die Handelsverbände mit einzuziehen Die Branchenverbände.

00:42:15: je nachdem wo das Unternehmen her kommt Was es tut gibt es meist Verbände in denen man sich organisieren kann um da einfach Mal zu fühlen wo die anderen Unternehmen stehen, was sie an Informationen zusammengeführt haben.

00:42:27: So lässt sich letztlich die rechtliche Zulässigkeit ganz gut bewerten oder ein bisschen voraussehen, was vielleicht zulässig sein könnte, was viele Unternehmen machen, was on vogue ist, was bei den Verbrauchern ankommt und bei den Adressaten dieser Kommunikationsmaßnahme, was paar Rückschlüsse auf die Zulessigkeit oder die gerichtliche Bewertung später zulassen könnte.

00:42:46: Und ich würde dann raten auch ruhig bestehende Kommunikation Prozesse einfach nur anzupassen, gar nicht alles neu zu erfinden.

00:42:56: Aber da wo die EMCO einfach Ansatzpunkte gibt, zu schauen, erfüllen wir das und dann einfach mal auszuprobieren.

00:43:03: Wenn man das so ein bisschen absichert sind ja wie gesagt jetzt in einem Stadium wo wir alle erst schauen müssen was hinterher bei rauskommt und wie die neue Werbung aufgenommen wird.

00:43:13: und wer da vorangeht kann auch Standard setzen.

00:43:19: Jetzt haben wir ja viele über Herausforderungen und Anforderungen gesprochen.

00:43:23: Die Frage geht an beide, ich würde mit Jessica anfangen was sind denn auch die Chancen die Unternehmen in einer richtigen IMCO finden können und nutzen können?

00:43:31: Ja daran liegt aus meiner Sicht auch eine wettbewerbliche Chance Denn wenn pauschale Umweltversprechen schwieriger werden dann gewinnen natürlich die Fähigkeit an Wert, eine tatsächliche Umweltleistung auch nachzuweisen und Unternehmen, die eben wirklich ihre Materialströme, ihre Emissionen das Ganze verbessern und auch systematisch erfassen haben.

00:43:51: Natürlich nicht nur kommunikativ ein Vorteil sondern diese Daten werden eben zunehmend auch gegenüber den Kunden in den Geschäftspartnern und natürlich auch innerhalb der Lieferkette relevant.

00:44:01: im Kurs ja nicht der einzige Rechtsrahmen, der wichtig ist Und möglicherweise verschiebt sich dadurch auch der Wettbewerbenstück weit, weil man dann sagt wir gehen weg von der Frage wer die stärkste Nachhaltigkeitsbotschaft formuliert hin zu der Frage, wer die bessere Nachhaltighatsleistung auch tatsächlich nachweisen kann.

00:44:22: Das hätte ich für eine große Chance denn im besten Fall führen die neuen Anforderungen nicht einfach nur zu einer vorsichtigeren Werbung sondern dazu dass reale Nachhaltiggkeitsleistung stärker sichtbar ist und damit stärker zum eigentlichen Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen wird.

00:44:38: Ja, ich kann mich im Grunde anschließen.

00:44:40: Wir haben in Europa eigentlich den verständigen Verbraucher bekommen.

00:44:44: Früher im deutschen Recht war der eigentlich eher oberflächlich und dachte nicht so über die Werbung nach.

00:44:49: Das hat die EU durch die vielen Richtlinien schon geändert und das ist ein weiterer Schritt, den ich eigentlich begrüße weil der Verbrauchereben mehr Informationen bekommt und die Unternehmen gefordert sind das entspannenderweise einfach umzusetzen und die Gesellschaft die Menschen mitzunehmen.

00:45:04: wenn die Wirtschaft alle Unternehmen das nun schaffen so zu positionieren und bis dabei rauskommt, dass eben die Leistung und auch die Umweltleistung, die Nachhaltigkeitsleistungen wieder in den Vordergrund rückt ist das eigentlich ein Riesenerfolg für alle.

00:45:17: Und nebenbei Herausforderungen bringen neue Formen.

00:45:21: vielleicht kommt jetzt mehr vergleichende Werbung wenn man mehr Informationen über einen Produkt hat.

00:45:26: In den letzten Jahren war wettbewerbsrechtlich immer die irreführende Werbung im Mittelpunkt bei der rechtlichen Beurteilung.

00:45:31: wir bekommen wahrscheinlich wieder mehr vergleichtende Werbungen Und die ist spannend.

00:45:35: Wir hatten schon einige schöne Beispiele bei Handelsgesellschaften, die sich gegenseitig auch auf die Schippe genommen haben und die neue Werbeform erfunden haben – was auch ein Fortschritt nicht nur im Bereich Umweltnachhaltigkeit Produktentwicklung ist sondern auch in der Werbelentwicknung.

00:45:48: Da freue ich mich drauf!

00:45:50: Ich nehme das einfach mal mit, es bleibt spannend sowohl für die Unternehmen als auch für die Verbraucherinnen.

00:45:54: Wir werden sehen wie die MCO in den nächsten Jahren sozusagen Fuß fasst und wie sich dass auch auf die Werbung auswirken wird.

00:46:00: ich möchte mich bedanken einmal natürlich bei Christine und Jessica für das spannende Gespräch und die Einblicke die wir heute erhalten haben und Ihnen liebe Zuhörer natürlich auch wenn ihnen diese Folge gefallen hat abonnieren Sie gerne unseren Podcast.

00:46:14: so verpassen sie auch keine weitere Ausgabe Und deshalb bis zum nächsten Mal und lassen Sie uns gemeinsam Ressourcen schonen und zirkulär wirtschaften.

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